Jonas Hellwig

Steckbrief

Steckbrief - Jonas Hellwig

Kannst du uns kurz und knapp etwas über dich erzählen?

Mein Name ist Jonas Hellwig und ich lebe und arbeite als Webdesigner in Berlin. Meine Schwerpunkte sind vor allem illustratives Webdesign und WordPress. Vor meiner Selbstständigkeit war ich in Düsseldorf als Art Director in einer Internet-Agentur tätig.

Neben meinem Hauptgeschäft arbeite ich auch als Autor und Trainer. Ich habe zwei Bücher im Franzis Verlag veröffentlicht (Photoshop CS4 für Webdesigner / WordPress-Themes) und Anfang vergangenen Jahres mein Videotraining »Webdesign mit Photoshop« für Galileo Press aufgenommen. Darüber hinaus halte ich Vorträge, Workshops und Schulungen in den Bereichen Photoshop, Webdesign und Social Media.

Wie nennst du deine Berufsbezeichnung wenn dich jemand danach fragt?

Das kommt darauf an, wer mich fragt. Bei fachfremden oder nur oberflächlich interessierten Personen sage ich häufig nur „Ich entwickle Websites“. Die Begeisterung hält sich dann häufig in Grenzen, denn „das kann mit einem Baukasten ja heute jeder selbst“...

Wenn ich mich mit Kollegen oder Personen aus der Web-Szene unterhalte, kann ich natürlich etwas detaillierter werden und auf spezielle Techniken wie WordPress, HTML5, CSS3 oder mobiles Webdesign näher eingehen.

Wie ist es dazu gekommen, dass du heute solch außergewöhnliche Webdesigns machst?

Ich habe immer schon gerne gezeichnet und gemalt und habe eine große Vorliebe für Details. Ich finde es spannend, wenn ein Bild eine Geschichte erzählen kann und mehr als nur hübsch anzusehen ist.

Am Webdesign hat mich gereizt, dass man ein Layout nicht nur gestaltet, sondern anschließend auch benutzbar und zugänglich macht. Das eröffnet auch gestalterisch völlig neue Möglichkeiten. Im Laufe der Zeit sind dann beide Welten zusammengewachsen.

Natürlich lässt sich ein illustratives Webdesign nur für ganz spezielle Themen umsetzen, und ich würde niemals einem Kunden diese Stilrichtung aufzwingen, wenn es thematisch nicht passt. Daher freue ich mich umso mehr, wenn ein Thema sich anbietet und der Kunde die Stilrichtung mag.

Was fasziniert dich am Bloggen?

Mein Blog ist mir sehr wichtig, denn durch die Themen über die ich schreibe, bleibe ich selbst am Ball. Der Blog dient für mich dazu, mich fachlich weiterzubilden und mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Durch Kommentare und E-Mails erhalte ich zusätzliche Tipps für neue Tools, erfahre wenn ich mich geirrt habe oder wenn es eine bessere Lösung für ein technisches Problem gibt. Ich lerne also jeden Tag dazu und das auf sehr angenehme und kommunikative Weise.

Ich benutze meinen Blog auch als Archiv für Code-Snippets und Problemlösungen und suche daher häufig auf meiner eigenen Website nach Tipps. Und natürlich erhöhe ich über den Blog auch meine Reichweite und generiere Kunden – aber das ist eher ein „praktisches Nebenprodukt“.

Jonas Hellwig - Arbeiten

Hattest du damals auch einen anderen Berufswunsch, der nichts mit Webdesigns zutun hatte?

Ich hatte in der Schule Deutsch und Kunst als Leistungskurs – in eine der beiden Richtungen wäre es also auf jeden Fall gegangen. Und heute habe ich ja sowohl mit Sprache als auch mit Design viel zu tun.

Journalismus oder ein Beruf, der mit Kunst zu tun hat, wäre für mich damals auch in Frage gekommen. Und ich hätte sicher auch Gefallen daran gefunden Roman-Autor zu werden.

Welche wünsche an das Internet hättest du, die unbedingt in Erfüllung gehen sollen?

Ich wünsche mir, dass sich noch mehr offene Webstandards global etablieren und dass es nicht für jedes Problemchen unzählige parallel existierende Sprachen und Tools gibt. Den Trend hin zu geschlossenen Systemen wie Facebook oder dem AppStore sehe ich sehr kritisch. Ich würde mir wünschen, dass es in Zukunft möglich sein wird, das System seiner Wahl zu nutzen, aber trotzdem stärker auf die Vorteile und Produkte anderer Systeme zugreifen zu können. Im Moment kocht jeder global Player sein eigenes Süppchen, kopiert und klaut bei der Konkurrenz und bremst den Fortschritt durch Patent-Schlachten aus.

Was sind deine Pläne für die nächsten Jahre?

Ich werde mein Unternehmen ausbauen und mich weiter spezialisieren. Es macht meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn mehr, sich als Einzelperson fachlich zu verzetteln. Dann kann man alles ein wenig und nichts wirklich. Dafür ist das Internet längst zu komplex geworden.

Ich überlege, was mich besonders interessiert und versuche darin besser zu werden. Man wird nur richtig gut, wenn man etwas gerne macht. Bei Themen, die mir nicht so liegen, greife ich auf das Know-How von Spezialisten zurück, die genau das am liebsten machen.

Welche Webseiten müssen wir uns deiner Meinung nach unbedingt ansehen?

Kurzinfos (Alter, Wohnort, Webseite, Twitter, Blog oder sonst interessantes)

26 Jahre,
Berlin-Friedrichshain,
Kulturbanause,
Kulturbanause auf Facebook,
Kulturbanause auf Twitter,
Kulturbanause auf Google+